Georg Volker.
und entdeckte zuletzt einen ſchmalen hölzernen Steg; jenſeits erhob ſich ein vom Mondlicht beſchienenes ruinartiges Gemäuer mit einem maſſiven Steinthurm, der indeſſen kaum bis zum Dache einer danebenſte⸗ henden Scheune mit dunklem Balkenwerk ragte. Ger⸗ manos ging über den Steg und befand ſich nun zu ſeiner Verwunderung, ſtatt, wie er gehofft, auf be⸗ wohnter Stätte, in Mitten von ruinartigem Gemäuer, das noch deutlich die Spuren einer ehemaligen feſten Ritterburg zeigte. Um den Thurm herum, der dicht mit Epheu bewachſen war, gelangte er in einen ſchmalen, von hohen Mauern umſchloſſenen zwinger⸗ ähnlichen Naum, hell ſchien der Mond oben herein, in den Ecken wuchſen Sträucher, ein alter Pflug und anderes Ackergeräth deuteten auf die Nähe einer Landwirthſchaft. Gegenüber ſah er eine offenſtehende Thür und durch ein gewölbtes Bogenthor hindurch in eine freie, mit Bäumen bepflanzte Lichtung. Eben wollte er, von der unwirthbaren Stätte weg, ſeinen Schritt dahin lenken und den Zwinger durchſchreiten, als ein Lichtſtrahl, der ſchräg durch den mauerum⸗ ſchloſſenen Raum fiel, ſeine Aufmerkſamkeit auf ſich zog. Er entdeckte ein niederes, mit Eiſenſtäben ver⸗ gittertes Fenſter im Thurme, der mit dieſer Seite die eine Wand des Zwingers bildete.


