Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Georg Volker.

Schritt mit ihm zu halten und ihn aus dem Auge zu verlieren.

Bald lag der Wald völlig hinter ihm und er d wandelte nun auf einer freien, vom Wind ſcharf be⸗ ſtrichenen Höhe; die Ferne begränzten ringsum dunkle Gebirgsmaſſen, deren Linien ſich weich von dem mondbeglänzten Horizont abſchnitten. Allmählig ſenkte ſich der Weg bergab, und hatte zur Seite, da es am Tage ſtark gethaut und vieler Schnee im Ge birge geſchmolzen, ein rieſelndes Waſſer, das häufig, je nach den Biegungen und Furchen des Pfades, dieſen durchſchnitt und unſrem jungen Wanderer, der nur immer auf den eiligen Führer vor ſich achtete, einige Mal die kalten Schaunflocken, wie ein necki⸗ ſcher Kühleborn, in das vom raſchen Gange erhitzte Geſicht ſpritzte. Die Höhe, von der er herunterſtieg, mußte ſehr beträchtlich ſein, denn faſt eine halbe Stunde währte es, bis der Weg, der ſich einem dun⸗ keln Thalkeſſel zuneigte, ſanfter und das Bergabgehen mit müden Füßen weniger unbequem wurde.

Endlich glaubte Germanos unten im Thale einen Lichtſchimmer zu ſehen. Dieſe Entdeckung und die dadurch neu geweckte Hoffnung, vielleicht doch noch

heute den Grabenhof zu erreichen, und unter dem gaſtlichen Dache Volker's von ſeinen Irrfahrten aus⸗

,