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wurde und ſeitdem auch nicht mehr von dem Rudolph geſprochen hat. Aber der Tod ſaß ihr von der Stunde an in den Augen. Acht Tage ſpäter holte man mich vom Gaulenhof, weil Ammy in der Nacht ſchwer er⸗ krankt ſey und nach mir begehre. Sie hatte fürchter⸗ liche Krämpfe bekommen, alle ihre Glieder waren wie gelähmt. Ich habe manchen Menſchen in ſchweren Nöthen ſterben ſehen, aber ſolch ein Sterben mit ge⸗ brochenem Herzen kannt' ich noch nicht. Vierzehn Tage rang ſie mit dem Tode, ehe Gott ſie erlöste; nur in der letzten Stunde lag ſie ruhig und ſchmerzlos da und lächelte ihrem Schweſterchen zu, das ich auf dem Arme hatte. Wie ſie aber die Hände nach dem Kind aus⸗ ſtreckte, fiel ſie auf's Kiſſen zurück und war todt.“ „Heute wird ſie neben dem Rudolph begraben, und der Herr kommt eben noch recht, um das ſchöne Ammychen auf ſeinem letzten Gange zu begleiten. Das ganze Dorf trauert um ſie, als ſey allen ein Engel geſtorben. Ach Gott! ach Gott! wir alten Leute heißen oft wunderlich und ſonderbar, aber die Jungen treiben's, weiß der Herr, nicht beſſer. Da hätten ſie nun glücklich werden können, trotz der blutigen Schuld ihrer Väter; denn ſie waren ja reinen Herzens und liebten einander treulich trotz der Alten Feindſchaft;— aber nein! Wie's zum Halten und Binden für immet⸗ dar kommen ſollte, gehen ſie auseinander nach ſo vie


