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auch ſonſt ſchon zu viel durchgemacht, als daß ſie den letzten Schlag ſtandhaft hätten aushalten ſollen; darum, wie die Leute glaubten, nun wäre alles gut und ſie hätten den Berg hinter ſich, kam erſt das Schlimmſte über ſie und brachte beiden den Untergang.“
Sie hielt einen Augenblick nachdenkend inne und fuhr dann fort:„Ja ſo, der Herr weiß noch von allem ſo gut wie nichts, und ich glaubte doch, ſo eine Geſchichte wüßten alle Leute; nun, ich will's Ihm verdeutlichen, wenn ich's auch ſelber noch immer nicht recht begreife.— Wie der Konrad und der Falk in's Gefängniß abgeführt waren, da verſchwand auch der Rudolph auf einmal aus dem Dorfe und hatte weder der Ammy noch ſonſt einem Menſchen etwas davon geſagt. Niemand wußte, wo er hingekommen war, bis er erſt nach acht Tagen wieder bleich und elend nach Altenhain zurückkehrte. Kaum erkannte man ihn wieder, ſo abgczehrt ſah er aus; die Augen lagen ihm tief im Kopf und kein Blutstropfen Farbe war mehr in ſeinem Geſicht. Er war, wie er ſah, daß alles verloren und die Mordgeſchichte durch ihn an's Tages⸗ licht gekommen ſey, beim Landesherrn in der Reſidenz geweſen und hatte den Fürſten um ſeines alten Vaters Begnadigung angefleht, konnte aber nichts ausrichten und mußte mit Kummer hören, daß den nichts vom lebenslänglichen Zuchthaus retten könne. Das, mein“


