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ſchaft zufiel, geſcheidt genug geweſen, das Corpus juris bei Seite zu werfen und auf Reiſen zu gehen, von denen er jetzt zurückgekehrt iſt.“
„Das läßt ſich hören,“ ſagte Auguſte.„Meine Nerven ſtärken ſich ſchon einigermaßen bei dem Ge⸗ danken, daß Ernſt eine reiche Tante beerbt hat. Dies ſpricht jedenfalls für ſeine perſönliche Liebenswürdigkeit, denn reiche Tanten zeigen immer einen guten Geſchmack, zumal wenn ſie ihr Teſtament aufſetzen.“— Friederike rief lachend:„Nimm dich in Acht, Schweſter! Ernſt ſoll für Mädchen gar nicht ungefährlich ſeyn; er hat blaue Augen und braunes Haar!“
„Und wie alt?“ fragte Auguſte.—
„Siebenundzwanzig Jahre und fünf Monate,“ antwortete plötzlich eine fremde männliche Stimme, und wie ſie mit lautem Angſtſchrei von der Bank aufſprang, zertheilte ſich die hintere Wand der Jasminhecke und
durch die Zweige ſah ein fremdes bärtiges Geſicht in
die Laube, das bis zum Sprechen ähnliche Bild des Neffen einer reichen Tante.
Groß war die Freude der Pfarrleute, als der ſeit Wochen ſehnlich erwartete Gaſt endlich da war und Burkhard der Gattin und Schwägerin ſeinen Jugendfreund Ernſt Bernau vorſtellen konntt. Dieſer ſelbſt fühlte ſich ſchnell einheimiſch in dem trauten Kreiſe, wo Alles ihn an die erſten Jahre ſeiner glück⸗


