Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ſie kennen lernte dieſe böſe, tückiſche, gottesläſterliche Welt, und man verriegelt gerne ſeine Thüre ebenſo mecha⸗ niſch, wie man Nachts beim Zubettegehen das Licht aus⸗ bläst und ſich die Schlafmütze über die Ohren zieht? Nun, wiſſen Sie auch ſchon das neueſte Bravourſtückchen vom Herrn Kandidaten Piſtorius? Ah, ich ſehe, daß ich mit meiner Neuigkeit bei Ihnen zu ſpät komme! Der verwünſchte Kerl! Will einer armen Dorfgemeinde ihre einzige Glocke ſtehlen und ſieht das lange hänfene Seil nicht, das daran gebunden iſt!

Wie? Sie wollen ſagen...2 ſtammelte Roderich, den Geheimerath mit Blicken des Entſetzens anſtarrend.

So wiſſen Sie wirklich noch Nichts von dem Vorfall? fragte Demann verwundert, that aber dabei anfangs, als bemerke er den erſchütternden Eindruck nicht, den dieſe Neuigkeit auf ſeinen Hausgenoſſen machte, welcher wie ver⸗ nichtet vor ihm ſtand.Da bin ich ja ſehr, ſehr froh, daß ich Ihnen den erſten Aufſchluß geben kann und ver⸗ zeihe darum auch gerne dem ſauberen Kumpan den Aerger, den er mir neulich durch ſein freches Eindringen in mein Haus verurſachte. Denn ohne das hätte ich ja natürlich niemals erfahren, daß Sie der Menſch überhaupt Etwas angeht. Aber mein Gott, lieber Doktor, was machen Sie mir da für eine facies hippocratica! Gratuliren Sie ſich doch zu der angenehmen Ausſicht, daß Sie den Elenden bei dieſer Gelegenheit ein für allemal mit guter Manier und er machte dabei eine ſehr unzweideutige Bewegung mit der Hand nach dem Halſeloswerden, denn ich ſage Ihnen ja, er iſt hundertmal reif zum Galgen ein

kompleter Gaudieb ſeit Jahren der Schrecken der ganzen

Provinz führt auch noch obendrein einen falſchen Namen, heißt nicht Piſtorius, wie Sie mir neulich ſagten ſondern nennt ſich gegenwärtig Ventru, nein, nicht ſo Ven⸗