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ſonders in der Häutungszeit, wenn es noch andere höchſte und allerhöchſte Malevolenzen zu verſchlucken gab, durch⸗ aus nicht behagen wollte.
In dem Grade, als Roderich's Stellung eine vielbe⸗ neidete und beſonders um des fehlenden adeligen Prinzen⸗
gouverneurs willen als eine dem alten Brauch an dieſem
Hofe geradezu widerſtrebende angeſehen wurde, bildete ſich mehr und mehr, wenn auch ohne eigentliche Verabredung, eine Partei gegen ihn, die bald aus ihrer Abneigung gegen den fremden Eindringling kein Hehl mehr machte und Alles, was in ſeiner äußeren Erſcheinung Sonderbares, Geheim⸗ nißvolles und Abſtoßendes lag, vornweg ſeinen ſtechenden Blick, ſeinen haſtenden Gang, ſeine ſeltſame Zerſtreutheit, zu ſeinen Ungunſten ausbeutete.
Unter dieſen Gegnern, die ſich durchaus nicht mit dem ſchroffen, kühlablehnenden Weſen des Informators befreun⸗ den konnten, ſtand bei aller äußeren Freundlichkeit ſein Hauswirth, der Geheimerath von Demann obenan. Zwar beklagte er ſich immer nur über das verwünſchte Celloſpiel ſeines werthen Hausgenoſſen; aber zugleich charakteriſirte er die muſikaliſche Virtuoſität Roderich's in einer Weiſe, als wenn er einen Sologeiger aus Satan's Orcheſter anzuhören verurtheilt ſei; wobei er auch wohl mitunter nicht undeutlich zu verſtehen gab, nur eine dämoniſche Natur oder ein ganz unglücklicher Menſch könne einem ſo herrlichen Inſtrument ſo grauenvoll unheimliche Töne entlocken.— Auch der große und einflußreiche Familienanhang des alten Hof⸗ predigers, der dem fremden Prinzenerzieher zu ſeinem ge⸗ heimen Verdruß die von ihm ſo viele Dezennien lang ausſchließlich beherrſchte Kanzel der Hofkirche häufiger als ihm lieb war räumen mußte, bildete in den geſelligen Kreiſen der Reſidenz eine gefährliche Oppoſition gegen den Letzteren; und hierzu kam noch eine nicht zu verachtende


