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noch muthig und freudvoll dieſen ſtillen Kampf um ein Hohes und Heiliges in ihrer Bruſt fort; das freigewählte Loos erſchreckt ſie lange nicht ſo ſehr, als jenes gewöhnliche Werkeltagselend, das ſich mühſam durch Dornen und über rauhes Geſtein hinſchleppt, wie's eben die Hand der Vor⸗ ſehung auf die meiſten Lebenspfade ſtreut.
Aber darum wohnt auch in ſolchen liebegeweihten mu— thigen Herzen, neben dem Heroismus für die Tage des Kampfes um ein höchſtes und theuerſtes Gut, zugleich ein ſo einfach natürlicher Sinn, ein ſo unmittelbares treues Verſtändniß für der Seele heiliges Ideal, daß ihnen nie⸗ mals unter noch ſo ſchweren Prüfungen ihre Liebe und Hoffnung zum Räthſel wird und der Glaube an ein un— vergängliches Glück ihnen in jedem dunklen Labyrinthe den
rettenden Ariadnefaden reicht.—„Denn das Leben iſt die⸗ ſer Schmerzen nicht werth, wohl aber die Liebe tauſend⸗ fältig!“
Wir kennen bereits aus früheren Andeutungen die trau⸗ rige Vergangenheit dieſer ſchönen, geiſtig begabten Frau, ſowie den eigenthümlichen Entwicklungsgang ihres Jugend⸗ lebens. Ohne jenen Glauben an ein höheres, mächtigeres Geſchick dieſes Erdenlebens, dem der wahre ſtandhafte Menſch ſein beſtes Glück erſt muthvoll abringen muß, wäre ſie nimmer mit dieſem heiteren Muthe, dieſem blühenden Leben über den endloſen Jammer ihrer vergangenen Tage hin⸗ weggekommen: ſie wäre entweder in Thränen erſtickt, oder hätte ſich in unwürdiger Verzweiflung dem noch traurigeren Schickſal einer entadelten Seele in die Arme geworfen.
Aber ihr Herz war ihr heller Stern geblieben in allen Nächten; und ein Gott, der nicht kleinlich richtet wie die Menſchen, ſondern der die Prüfungen und Geſchicke allein nach der Kraft und Weihe des Herzens wägt, dem er ſie auferlegt, dieſer Gott der Helden und Glücklichen führte ihr
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