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ſchicten Mechaniker hatte anfertigen laſſen. Schon am fol⸗ genden Tage meldete ſich Roderich zur Audienz bei der Für⸗ ſtin, und wußte es durch ſeine eindringlichen Vorſtellungen gegen ſolche vorzeitige Zerſtreuungen und Aufreizungen der kindlichen Phantaſie dahin zu bringen, daß die erlauchte Dame in ihrer Herzensgüte die größte Reue über dieß Geſchenk empfand und den Prinzen Leberecht ſelber bewog, den bunten Trödelkram wieder von ſich zu geben.
Aber nicht die Prinzeſſin allein räumte dem Informator
in Allem, was ihren Sohn anging, die ausgedehnteſten Vorrechte ein; auch der Herr Landgraf ſelber, nachdem er Roderich genauer kennen gelernt hatte, gab ſeine vormund⸗ ſchaftliche Willensmeinung dahin zu erkennen, daß man einem Manne, der ſo, wie Doktor Roderich, von ſeiner be⸗ deutenden geiſtigen Höhe herabſteige, um die Erziehung eines unmündigen Knaben zum ausſchließlichen Zweck ſeiner Lebensthätigkeit zu machen, in Nichts vorgreifen dürfe, was derſelbe zum Wohle ſeines Pflegbefohlenen für nützlich erachte. — Ja, Roderich gewann nach und nach das Vertrauen und die Gunſt des regierenden Herrn in ſo hohem Grade, daß ſich dieſer oft ſtundenlang mit ihm in ſein Kabinet ein⸗ ſchloß und Beide ſich in ausführliche Geſpräche über wich— tige politiſche oder ſoziale Fragen der Gegenwart vertieften, während Generäle und Geheimeräthe ſtundenlang nach der Uhr im Vorzimmer die Größe des Antheils berechnen konn⸗ ten, den der regierende Herr an der Unterhaltung mit dem obſkuren Gelehrten nahm.—
Selbſt in den Disziplinen der Staatswiſſenſchaft war Roderich zu Hauſe und hatte beſonders in der Volkswirth⸗ ſchaft umfaſſende praktiſche Studien gemacht. Die auch auf dieſem Gebiete unverkennbaren ewigen Wahrheiten waren ſeinem Nachdenken nicht entgangen. Ein naturge⸗ mäßer, aus den Bedürfniſſen der Zeit ſich entwickelnder
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