„ — 446—
ter ihnen und nur manchmal klang noch ein leiſer verlorener Ton der Flöten und Clarinetten zu ihnen herüber. In einer einſamen Felsſchlucht ſchwieg endlich auch dies letzte Zeichen des frohen Feſtes, und ſie waren allein mit ſich und ihrer Liebe. Da ſagte Walpurg:
„Lieber Marlo, haſt Du auf den Vater ge⸗ achtet? Sind das bloß die Sorgen um Joſt, was ſeine Stirne ſo tief umwölkt? Mir kommt es anders vor, und ich meine es ihm anzuſehen, daß es mehr die Rückerinnerung iſt an das, was keine Sorge mehr ſchafft, als Gegenwärtiges und Zukünftiges.“
„Ich wollte, der Tag wäre vorüber!“ er⸗ wiederte Marlo, ſehr verſtimmt.„Joſt wird nir⸗ gends gefunden und ich ſeh' es Lucinden ordent⸗ lich an, daß ſie jeden Moment eine böſe Botſchaft erwartet. Und zu alledem der Zwang, den die Geſellſchaft uns auferlegt! Ich möchte wirklich wiſſen, was die Leute nur denken, uns grade heute mit ihrer Gegenwart zu beläſtigen! Ge⸗ hört das vielleicht auch mit zu dem Schickſal, deſſen Ende wir noch nicht abſehen können? Oder iſt's Zufall, böſer tückiſcher Zufall, der uns dieſe Maſſe von Pflichten und Rückſichten gegen


