Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Erſcheinung der glänzenden Geſellſchaft aus dem Schloß ſtörte nicht die glückliche Har⸗ monie des Feſtes, und nachdem ſich das Volk erſt eine Weile in ehrfurchtsvoller Entfernung die reichen Toiletten betrachtet hatte, kehrte es unverweilt zu ſeinen Freuden zurück, hier zum Tanze dort zum Glaſe, und Jubel und Frölich⸗ keit herrſchte aller Orten.

Vergebens ſuchte ſich Graf Emanuel der trüben Gedanken zu erwehren, die ihm ſeit der Mittheilung des alten Elias beſtändig von Neuem die Seele umdüſterten. Sparmann, der ſeinen alten Herrn aus der Ferne beobachtete, ſah deut⸗ lich, welche Anſtrengung es denſelben koſtete, äußerlich heiter und ruhig zu erſcheinen. Der treue Diener glaubte ſogar zu bemerken, wie der Gebieter, ſo oft ſein Auge auf Marlo fiel, leiſe zuſammenbebte, ſeine Miene einen kummer⸗ vollen Ausdruck annahm und ein ſchmerzliches Lächeln um ſeine Lippen ſpielte.

Walpurg ſah den Geliebten einigemal bedeut⸗ ſam an und zuletzt verſtand ſie derſelbe. Sie nahmen alſo die erſte Gelegenheit wahr, um aus der Geſellſchaft fort in den ſtillen Wald zu kommen. Bald lag Jubel und Luſt weit hin⸗