Es war neun Uhr, als die jungen Bauern und Bäuerinnen mit Muſik in den Schloßhof gezogen kamen, zum erſtenmal ſeit undenklicher Zeit ohne Weißburſchen. Nachdem vor der gnä⸗ digen Herrſchaft ein„Tanz“ aufgeſpielt worden war und man vom Herrn die Erlaubniß erhalten hatte, das Feſt auf den Heiligenwieſen zu beginnen, zog der fröhliche bunte Zug unter Jauchzen und Hüteſchwenken wieder ab, oben auf der Ruine wurden dreimal die Böller gelöst, und von allen Seiten ſtrömten nun die anwohnenden Land⸗ bewohner, ſowie die Städter, in ihren feſtlichen Kleidern den Heiligenwieſen zu.
Tief im Walde aber, fern von der Menſchen beginnender Freude, ſuchte Elias ſchon während des ganzen Morgens vergebens noch immer nach dem verſchwundenen Weißburſchen des Ernte⸗ feſtes, wandelnd, fragend und forſchend aus einem Walddorf in's andere, aber nirgends war der Joſt Falter geſehen worden und kein Menſch wußte von ihm zu berichten.
Nach der Tafel verfügte ſich der Graf Emanuel mit ſeinen Gäſten und wer ſich ſonſt dem glänzenden Zug anſchließen wollte, zu Fuß in den Wald nach den Wieſen, woſelbſt ein


