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Jüngferlein, rede Sie nicht bei Ihrem Vater da⸗ von. Bracht' ich ihm, es ſind nun drei Jahre, einſtmals eine zerbrochene Pflugſchar, die beim Pflügen jenes Ackers im Mauerwerk Schaden genommen hatte; ward da Herr Merian kreide⸗ bleich, ſagte aber kein Wort und warf mir das Eiſen ſo hart wider das Schienbein, daß man noch heute die Narbe davon fühlen kann.“ Nach dieſer Belehrung ging der Großknecht weg, ſeiner Arbeit im Felde nach, und ließ die Jungfrau, die ſeine Entfernung kaum bemerkte, auf dem Hügel zurück. Marillis hatte jedes ſei⸗ ner Worte im Sinne behalten, denn ſeine Rede ſagte ihr ja nur, was ſie längſt mit ihren Ohren gehört, mit ihren Augen geſchaut und mit ihren hellen und dunklen Ahnungen erlebt hatte.— Da unten tief im Schooß der dunklen Erde weilte ein Menſch, ein Lebendiger,— deſſen Stimme ſie gehört hatte, ſo im milden Klagge⸗ ſang der Wehmuth wie im wilden Schrei der Verzweiflung— und ihr Vater trug dem Un⸗ glücklichen durch den Ziehbrunnen allnächtlich Speiſe zu im Korbe,— und die Laterne leuch⸗ tete ihm unter dem grünen Flachſe hin, auf dem Weg der ſchwarzen Schuld,— vielleicht bis
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