Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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unter den Hügel, auf dem ſie ſaß, vielleicht,— der allwiſſende Gott ſah es!— bis unter die äußerſten Wurzeln der großen Eichbäume, die ſo grün und fröhlich in die hellen Lüfte ragten, während unten in der Nacht ihrer Wurzeln ein Menſchenleben ſchmachtete, das des holden Him⸗ melslichtes und der freundlichen Erde entbehrte. Aus dem Flachſe heraus, mit dem die zarteſten Fädchen geſponnen werden, wuchs plötzlich die ungeheure Schuld hervor; die Feuchtigkeit des unterirdiſchen Mauerwerks gab den Pflanzen ei⸗ nen höheren Wuchs, ein friſcheres Anſehen vor den andern, und auf der Erde lag die offenbare Spur der Sünde unter der Erde!— Ein kind⸗ lich Gemüth, ein frommer reiner Sinn, wie wir an Marillis haben kennen lernen, kann zwar durch Jahr und Tag ahnungslos an ſolcher Spur vorüber wandeln, hat höchſtens an dem Grauen genug, das in der Nähe dunkler Schuld ſeine Seele erfüllt, und das Herz erbeben macht; aber laß einmal ſolch' kindliches Gemüth die hellen Augen aufſchlagen, führ' es aus der Welt ſeiner glücklichen Unſchuld in das düſtre Bereich der Sünde, und du wirſt dein Wunder erleben an dem hellſehenden Blick dieſes Auges, womit

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