laſſen ſollte, um einem ungeliebten Mann in ſein düſteres Waldthal zu folgen, wo der Mühlbach vergebens ſchäumend über das Rad dahinbrauſte, vergebens das Mahlwerk Tag und Nacht pol⸗ terte und raſſelte, denn Gott hörte ja doch die Flüche des alten Müllers und die Lügenworte ſeines böſen Sohnes. Faſt vergaß ſie über ſo ängſtlichen Bildern und Vorſtellungen die Nähe ihres Geheimniſſes, als plötzlich ihr Auge mitten in dem Flachsfeld eine Entdeckung machte, die ihr bis dahin entgangen war. Der erwähnte Acker lief nämlich vom Fuße des Hügels bis hinunter zum Hauſe und ging dort mit ſeiner ſchmalern Seite längs der Mauer des Zwingers hin, der neuerdings für Marillis eine ſo un⸗ heimliche Bedeutung erlangt hatte. Nur ein Fuß⸗ pfad, der um den Acker herum und nach den drei Eichen hinaufführte, ſchied dort Feld und Mauer von einander. Nun war es aber für Marillis eine ebenſo neue als unerklärliche Er— ſcheinung, daß von der nördlichen Ecke des Zwingers an, wo der Hollunderbuſch die Mauer überragte, bis hinauf zum Fuß des Hügels, mitten durch das Flachsfeld hindurch, ein faſt ſchnurgrader, ohngefähr drei Schritte breiter
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