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Franz und Marillis gleich nach der Ernte ein Paar werden ſollten.
Niedergeſchlagen bis zur äußerſten Traurigkeit ſchlich das Mädchen gegen Abend zum Hügel und ſah auf dem Wege dahin durch den großen Kornacker ihres Vaters nicht ohne Schrecken, wie die Aehre ſich bereits höher bräunte und voll und ſchwer am Halme niederhing. Auch im Flachsfeld zur Linken kniſterte bereits das heiße Korn in der braunen Kapſel und allenthalben an Bäumen und Sträuchern ſpann ſich der Herbſt mit weißen flockigen Sommerfäden an die Erde feſt,— noch ein paar Tage, und im Korne klirrte die Sichel, in der Sonne auf dem Knot⸗ tentuch ſprang das goldbraune Flachskorn kni⸗ ſternd und knatternd aus ſeiner Hülſe.
Marillis kam auf dem Hügel an, eben als das Abendroth Dorf, Fluren und Wälder ganz mit Purpur übergoß und das Leben allenthalben noch einmal freudig aufjauchzte, hier im Lied glücklicher Menſchen, dort in goldenem Gewölk aus den Kehlen von hundert jubelnden Lerchen. Sie ſchaute trüben Blickes zuerſt in die abend⸗ liche, prächtig ſchimmernde Landſchaft und dann 5 hinunter zum Vaterhaus, das ſie nun bald ver⸗


