Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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gebniß immer daſſelbe blieb, zuletzt ſo viel Muth gewonnen, daß ſie laut hinunterrief:„Wer da?“ Ihre Stimme verhallte in dumpfem Echo und erſchrocken floh Marillis vom Felſen herunter. Bis zur Mittagsſtunde verweilte ſie auf dem Hügel, hatte während dieſer Zeit das von ihr angerichtete Werk der Zerſtörung, ſo gut es an⸗ gehen wollte, wieder hergeſtellt, die Oeffnung, ſowie die Treppe, mit Zweigen und Ephen hin⸗ länglich bedeckt, und kehrte alsdann, über das Geheimbleiben ihrer Entdeckung völlig beruhigt, in das Vaterhaus zurück.

Wir erzählen hier kurz, daß Marillis mehrere Nächte hintereinander ihren Vater, und zwar je⸗ desmal zur beſtimmten Stunde belauſchte, wie er in den Zwinger kam und in obenbeſchriebener geheimnißvoller Weiſe in den Brunnen hinab⸗ ſtieg, den er meiſtens erſt nach einer, oft nach zwei Stunden wieder verließ, um in ſeine Stube zurückzukehren und ſich niederzulegen.

So kam der Vorabend des Tages herbei, an welchem der ſchlimme Franz zurückkehren ſollte. Sein Vater, der Waldmüller war am Nachmit⸗ tag da geweſen und hatte von dem alten Merian nochmals die Beſtätigung ſich geben laſſen, daß