Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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lig rathlos über das, was ſie von ihrer Entdek⸗ kung denken, wie ſie es mit dem dunklen Gefühl ihrer Bangigkeit in Einklang bringen ſolle. Sie ging aus dem Hauſe, eilte mit ſcheuem Fuß an dem Zwinger vorüber und war ſchon auf halbem Weg nach dem Hügel, ehe ſie ſich noch auf das beſann, was ſie bei ihrem letzten Aufenthalt da⸗ ſelbſt erlebt und gehört hatte. Sie gedachte des Küchenbeils, das ſie dort bei ihrer Flucht hatte liegen laſſen. Da es aber ein heller, ſonniger Morgen war, ſo beſiegte ſie leicht den letzten Reſt von Furcht und beſchritt kühn den Hügel, wo⸗ ſelbſt ſie ſich, um vollends alle ängſtlichen Ge⸗ danken zu zerſtreuen, damit beſchäftigte, einen Strauß von jenen kleinen rothen Blümchen zu pflücken, deren ich im Eingang meiner Erzählung gedacht habe und die noch heutzutage unter dem Namen Marillisblumen bekannt ſind. Das Roth⸗ kehlchen, dem ſie jüngſt um ſein friedliches Neſtchen im Brombeerſtrauch ſo bange gemacht hatte, umflog ſie ängſtlich zwitſchernd, als fürchte es neue Ge⸗ fahr für das Aſyl ſeiner Liebe. Sie trat an den Felſen, ſah hinauf, dort lag das Beil im Epheu, wie ſie es hatte fallen laſſen.

„Fürcht' dich nicht, Vöglein!“ ſagte ſie, um