Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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aus dem Brunnen Strahlen hervordrangen, die ſteinernen Wände deſſelben ſich erhellten und endlich des Alten grauer Kopf am Rande der Einfaſſung ſichtbar wurde. Jetzt ſtand er ſchon mit halbem Körper über der Erde, aber bevor er vollends herausſtieg, ſtellte er zuerſt den Korb nieder, löſchte die Laterne aus, worauf er die Leiter verließ, die Oeffnung wieder mit den bei⸗ den Dielen zudeckte und ſich dann geräuſchlos wie er gekommen war, aus dem Zwinger ent⸗ fernte. Es war zwei Uhr Morgens, als Maril⸗ lis das Schloß hinter ihm knarren hörte und bald nachher vernahm ſie oben in der Stube ſeine ſchweren Schritte.

Der Morgen, welcher dieſer Nacht folgte, war wundervoll ſchön und ſonnig, und ſelbſt die Wüſtenei in dem Zwinger vor des Mädchens Fenſter beſchien ein Sonnenſtrahl, der durch's Laub des Hollunderbuſches in den kühlen Raum funkelte. Nur einen einzigen flüchtigen Blick warf Marillis auf den verdeckten Brunnen, den ſie ſo lange Zeit bloß für die Wohnung des Stein⸗ marders gehalten, welchen ſie manchmal dort ein⸗ und ausſchlüpfen geſehen hatte. 5 Als ſie ihrem Vater begegnete, ward ſie todt⸗