Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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mußte ſich kraftlos auf ihrem Lager niederſetzen, ſo heftig zitterten ihr die Kniee und es bedurfte längerer Zeit, bis ſie ſich von dem Eindrucke erholte, den dieſe räthſelvolle Erſcheinung ihres Vaters in ſo ſpäter Stunde und ſein noch räth⸗ ſelvolleres Verſchwinden in dem alten Brunnen auf ſie ausgeübt hatte.„Ich träume nicht, nein, nein, ich bin hell wachend und was ich ſah, war kein Bild meiner Aufregung,“ ſtammelte ſie und betaſtete mit zitternden Händen ihre nackten eis⸗ kalten Arme. Dann ſtand ſie auf, hüllte ſich in ein warmes Gewand und kehrte zagend zu dem Fenſter zurück. Der Brunnen lag noch offen da, aber wie ſcharf ſie auch hinunterlauſchte, ſo konnte ſie doch nichts hören, was ihr einen weiteren Aufſchluß über das nächtliche Beginnen ihres Vaters in der unterirdiſchen Tiefe verſchafft hätte. Dennoch lauſchte ſie fort und fort und verwandte kein Auge von der Stelle, wo Jener verſchwun⸗ den war. Der Nachtwächter im Dorfe verkündete die erſte Stunde nach Mitternacht, allmälig ent⸗ wich das Mondlicht von dem Hügel und ſchat⸗ tenhafte Dämmerung lagerte auf den Felsgrup⸗ pen. Der Alte aber wollte noch immer nicht wiederkehren. Marillis hatte ihr Antlitz feſt wider