Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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Steinen, von ſilberglänzenden Bäumen mit gold⸗ nen Eicheln und von dem unſichtbaren Bräu⸗ tigam. Erſt gegen Mitternacht wurde ſie ruhig und ein wohlthätiger Trank, den ihr die alte Schaffnerin bereitete, beſchwichtigte endlich die aufgeregten Lebensgeiſter und ſie fiel in einen ſanften Schlummer, aus dem ſie erſt beim völli⸗ gen Anbruch des nächſten Tages erwachte, nicht frank und nicht geneſen, denn ihre Wangen blie⸗ ben bleich und beſtändig durchzuckte ein Krampf ihren Körper. Als ſie das Lager verließ, wuſch ſie zuerſt die Hände vom geronnenen Blute rein und ging dann hinunter in die Wohnſtube. Zu ihrer Freude hörte ſie, daß der Franz den abge⸗ reiſten Fremden wieder das Geleit gegeben und erſt in acht Tagen wieder nach Dreieichen zu⸗ rückkehren werde. Ihr Vater zeigte in ſeinem gan⸗ zen Weſen eine auffallende Unruhe, fragte ſie indeſſen nur einmal nach ihrem Befinden, denn andere Sorgen ſchienen den Greis jetzt zu be⸗ ſchäftigen, und am Abend hörte man ihn wieder vieles Geld in der obern Stube zuſammen⸗ zählen.

So vergingen der armen Marillis unter Pein und Angſt acht lange ſchwere Tage. Oft glaubte