chernden Epheu, nichts fühlte ſie als einen ſelt⸗ ſamen, ihr unerklärlichen Modergeruch, gleich als ſtünde ſie dicht vor einem Keller oder unterirdi⸗ ſchen Gewölbe. Doch nur einen Moment ertrug ihr Geiſt den furchtbaren Ton einer menſchlichen Stimme ohne eines Menſchen Anweſenheit; dann taumelte ſie entſetzt von dem Felſen nieder, fiel zum Glück auf weichen Grasplatz, wo ſie mehrere Minuten bewußtlos liegen blieb, bis ihr das Grauen die Beſinnung wiedergab und ſie mit Zurücklaſſung ihres Beiles von dem Hügel ent⸗ wich. Leichenhlaß gelangte ſie in das Vaterhaus, wo die Mägde bei ihrem verſtörten Blick er⸗ ſchrocken aufſchrieen und ihr Beiſtand leiſten woll⸗ ten; denn alle hielten ſie für ſchwer krank und Marillis mußte den letzten Reſt ihrer Kraft und Beſonnenheit zuſammennehmen, um ſie zu be⸗ ruhigen und durch die Ausrede zu beſchwich⸗ tigen, daß ein wildgewordener Stier aus der Dorfheerde ihr nachgerannt wäre und ſie beinahe erreicht hätte. Sie mußte ſich zu Bette legen, denn ein Fieberſchauer nach dem andern durch⸗
rieſelte ihr Gebein, und bald redete ſie in irren Worten viele wunderliche Dinge durcheinander
von Stimmen unter der Erde, von ſingenden


