Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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Herren ſtand, war doch ihr Beſuch und was ſich daran knüpfte durch Zeit und Gewohnheit allen Hausbewohnern unverdächtig geworden und am wenigſten hatte Marillis ein Arg dabei. Denn jedes Mal, daß die Fremden erſchienen, brachten ſie ihr ein koſtbares Schmuck⸗ oder Kleidungsſtück zum Geſchenk mit, bald goldene Spangen, bald einen ſilbernen, mit Edelſtei⸗ nen beſetzten Kamm, und diesmal ſogar, was ſie über und über erröthen machte, ein äußerſt artiges Schmuckkäſtchen von gediegenem Silber in Geſtalt einer Kinderwiege. Auch jetzt würde wohl der Beſuch der Un⸗ bekannten und der Verkehr des Vaters mit den⸗ ſelben ihr keine weitere Sorge gemacht haben, wenn nicht ein ebenſo auffallender als verdäch⸗ tiger Umſtand ſie auf die Frage hingeleitet hätte, wer wohl die beiden vornehmen Herrn ſeyn und was ſie mit dem Vater ſo geheim bei verſchloſ⸗ ſenen Thüren zu verhandeln haben möchten? So lange nämlich die Fremden nach Dreieichen kamen, war nie ein Menſch Zeuge der Unter⸗ redung zwiſchen ihnen und dem alten Merian geweſen. Deßhalb mußte es Marillis zumeiſt auffallen, daß der rothköpfige Franz nicht allein