Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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durchſichtig wurden und ihr zartes Gewebe deut⸗ lich hervortrat. Auch abwärts vom Stamm her⸗ unter floß der wunderbare Silberſchein der drei Bäume, Marillis ſah durch die Erdendecke das ganze Wurzelwerk der Eichen, wie es hierhin und dorthin in allerhand wunderſamen Verſchlingun⸗ gen durch den Hügel drang, dunkle Maſſen, die ihr Felſen zu ſein ſchienen, mächtig umklammerte, weit auslief nach allen Richtungen, und ſich zu⸗ letzt in tauſenden von ſilbernen Aeſten im dunk⸗ len Erdenſchooß verlor. Sie erwachte erſt beim Rauſchen der Wipfel, hatte dies alles, das wußte

ſie nun deutlich, bloß im Traume geſchaut, und

doch konnte ſie von nun an jene drei Bäume nicht anders denn mit einer heiligen Scheu be⸗

trachten und gar nicht ſo gleichgültig wie andere

Bäume.

Seitdem ſchlief ſie oftmals auf dem Hügel bei dem Liede des unbekannten Sängers ein; und wie ſie zuerſt in den dunklen Schooß der Erde, i in die Verſchlingungen der Eichwurzeln ge⸗ ſchaut hatte, ſo blickte ſie bald auch mit hellem Auge während jenes Schlummers in die noch tiefere Dunkelheit der Zukunft, erkannte deutlich der Erdengeſchicke Verflechtungen, ſah ihren An⸗