Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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auf dem Hügel jene Kraft ihres innerſten Lebens geweckt und den Schleier gelöſt haben, welcher ſonſt die Menſchenſeele nur durch ahnungsvolle Dämmerung in die lichten Auen der ewigen Wahr⸗

heit und Erkenntniß ſchauen läßt; wohl mochte

ſchon die unbegreifliche Stimme ſelbſt mit dem tiefen ſeelenvollen Ton ihr wie ein Laut aus ei⸗ ner andern Welt den innern Sinn geſchärft und des Gemüthes Ahnungen, des Herzens ſchwär⸗ meriſche Sehnſucht dahin geleitet haben, von wo,

wie ſie wähnte, jene Stimme ertönte: in das

unbekannte Land der Geiſter. Doch war es ge⸗ wiß vor allem das rauhe Erdengeſchick, das wirk⸗ lich herbe Leid, in deſſen feindlichem Contraſt zu jener ſeligen Welt des Friedens und der Liebe, die ihr der Zauber⸗Geſang verkündete, ihr zu⸗ erſt der innere Geiſt lebendig und ſein Auge klar und prophetiſch wurde. Dort auf dem Hügel ge⸗ ſchah es ihr zum Erſtenmal, daß ſie eines Abends von dem wunderbaren Geſang eingewiegt, in ei⸗ nen traumähnlichen Zuſtand verſank, in welchem ſie über ihrem Haupte in den Zweigen einen un⸗ beſchreiblich hellen Glanz zu erblicken glaubte, der ſich wie reines Silber um alle Aeſte legte und die Blätter durchſchimmerte, daß ſie ganz