Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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und ſpäter zu ihrem Erſchrecken gewahrte, von dem alten Merian mit ungemeiner Freundlichkeit aufgenommen, und nicht ſobald wußte er ſich in der Gunſt deſſelben ſicher, als er auch ſchon mit der ihm eignen Zudringlichkeit ſeine Bewerbun⸗ gen bei ihr anfing und nicht abließ, ſie mit ſei⸗ ner Liebe zu ängſtigen. Denn in der That war für ſie der Gedanke furchtbar, von dem Franz geliebt zu werden, wenn ſie auch eigentlich ſelber nicht wußte, welche unheimliche Scheu ihr der glattzüngige und allgemein als bösartig bekannte Menſch einflößte. Aber wer lehrt denn auch die unſchuldige Taube den Habicht erkennen, und welche Wiſſenſchaft verräth dem ſanften Reh die Nähe des raubgierigen Luchſes? Immer lauter warnte ſie eine innere Stimme vor dieſem Men⸗ ſchen, und wie freundlich und ſchonend ſie ihm auch äußerlich begegnete, wie wenig ſie ihn, aus Furcht vor dem ſtrengen Vater, den unbeſieg⸗ baren Widerwillen empfinden ließ, den ihr ſein ganzes Weſen einflößte, um ſo gewiſſer wurde es ihr doch, daß der Sinn, der ſie vor ihm warnte, nimmer lügen könne.

Endlich, da er gar nicht abließ, ſie auf allen Schritten zu verfolgen, da er ſelbſt in ihres Vaters