Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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Narbe auf der Stirne, die ihm im Zorne ſogleich ganz dunkel aufglühte, bis auf das rothe kraus⸗ wollige Haar konnte er ſogar für einen ſtattlichen und wohlgebildeten Geſellen gelten. Wer ihm aber tiefer in das Auge ſchaute, gleichviel ob mit dem Blick des Menſchenkenners oder mit dem der frommen Unſchuld, dem mochte bei all ſeinen fei⸗ nen Manieren und glatten Worten in ſeiner Nähe doch nicht wohl zu Muthe ſein, und gewiß verſah er ſich nichts Gutes von dem tückiſchen Sinn, der Jenem eben ſo unverkennbar in den Angen lauerte, als die wilde unbändige Leiden⸗ ſchaft in der dunklen Narbe, mit der Gott ihn, gleichſam zur Warnung für die Guten, gezeichnet hatte. Als der einzige Sohn des reichen Wald⸗ müllers konnte es ihm kein anderer Burſche an Aufwand und Verſchwendung zuvorthun; und da er noch obendrein in der Kunſt des Prahlens und des hochfahrenden Weſens ſelbſt ſeinem ſtol⸗ zen Vater, dem Waldmüller, nichts nachgab, ſo war der ſchlimme Franz bei jeder Gelegenheit der Erſte oder bildete ſich wenigſtens ein, es zu ſeyn.

Dieſer Menſch nun wurde auf einmal, wie die ſchöne Marillis anfangs zu ihrem Staunen