her kamen, ſo vergib mir; aber es iſt auf dem Hügel ſo ſchön unter den drei Eichbäumen, da wollt' ich ihnen gerne einmal meinen Lieblings⸗ platz zeigen.“
„Du mußt in die Küche und die Abendmahl⸗ zeit zurichten,“ erwiederte der Alte.„Wir haben heute Abend Gäſte. Der Muller aus der Wald⸗ mühle und ſein Sohn kommen zu uns, darum ſäume nicht und ſorge, daß ſie's vollauf finden.“
Damit ging er weg und ſeufzend folgte ihm Marillis, denn ſie ahnte, was den ſonſt ſo kargen Vater auf einmal ſo gaſtlich und freigebig machte.
Schon ſeit geraumer Zeit bemerkte nämlich Marillis, daß der Sohn des reichen Waldmül⸗ lers, in der ganzen Gegend nur unter dem Na⸗ men der ſchlimme Franz bekannt, von ihrem Va⸗ ter mit einer an dem ſonſt ſo verſchloſſenen Manne ungewöhnlichen Freundlichkeit behandelt wurde, obwohl ſonſt Niemand mit dem böſen Menſchen etwas zu ſchaffen haben mochte und ihm gerne aus dem Wege ging. Zwar von Geſtalt war der Franz lange nicht ſo ſchlimm als ſein Name; auch in ſeinen Manieren unterſchied er ſich ſehr vortheil⸗ haft von dem derben ungeſchlachten Weſen der
übrigen Bauernburſche, und bis auf die häßliche


