Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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auf die Kniee, aber doch hatte ich ſchon einigen Troſt bekommen, denn, dacht' ich, wer ſo ſchön und wehmuthsvoll ſingt, der thut mir kein Leid, der bedarf wohl ſelber der Tröſtung. Seitdem bin ich jeden Abend hier und weiß ſchon lange nichts mehr von Furcht und Grauen, wenn der Fels zu ſingen anfängt; denn anders iſt es ja doch nicht, fügte ſie mit bewegter Stimme hin⸗ zu und blickte trübe auf den kalten harten Stein, der ſo ſüße weiche Melodieen in ſeinem Innern verbarg.

In dieſem Augenblick trat ihr Vater aus

dem Hauſe und rief ihren Namen. Da ſie ihm

ſogleich antwortete, kam er den Hügel herauf, der zu ſeiner Beſitzung gehörte, denn noch nie zuvor hatte er ſie daſelbſt in Geſellſchaft anderer Mädchen geſehen.

Was ſchafft ihr da? fragte er und deutlich war ein Argwohn im Blicke zu leſen, womit er die beiden Gefährtinnen ſeines Kindes betrachtete. Die Mädchen verſtummten, denn ſie, wie alle Menſchen, hatten eine Scheu vor dem finſtern Mann.

Marillis aber ſagte unbefangen:

War's gegen Deinen Willen, daß wir hier⸗

Die Mediatiſirten M. 2