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ſuchte ſich vergebens den Gedanken an die holde ſpröde Marillis und ihr kaltes Verſchmähen aus dem Sinn zu ſchlagen.
Da, wie oben bemerkt, fingen die Freundin⸗ nen endlich an, aus einzelnen dunkeln Aeuße⸗ rungen den Verdacht zu ſchöpfen, es möge denn doch mit ihrer Sprödigkeit nicht ſo ernſthaft ge⸗ meint ſein; und bald mußte ſie ſelbſt es einge⸗ ſtehen, daß Einer— aber nur Einer— von dem ſie nicht wiſſe, ob ſie jemals ihn ſchauen werde, ihr das Herz gerührt und die Seele da⸗ hingenommen habe, ſo daß ſie ſich ihm zu eigen ergeben müſſe, unter welcher Geſtalt er auch immer ihr erſcheinen möge.
Staunend lauſchten alle, die dieſes ſeltſame Bekenntniß aus ihrem Munde vernahmen, und manches Herz erſchrack vor dem ſicheren innigen Tone und dem ſeelenvollen ſchwärmeriſchen Blick, mit welchem Marillis es ablegte. Aber wo wäre je ein halbes Geheimniß, zumal es als ſolches uns ſelbſt noch mehr drückt und drängt als ein ganzes, vor der Welt Augen ſicher geblieben Und ſo mußte denn auch Marillis endlich ihren beiden vertrauteſten Freundinnen ein volles Ge⸗ ſtändniß ihrer geheimen Neigung ablegen. Da


