Teil eines Werkes 
2. Band (1848)
Entstehung
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erzählte ſie ihnen denn eine ſo abenteuerliche und grauſenhaft klingende Geſchichte vom ſingen⸗ den Stein und vom Liede unter der Erde, dort auf dem felſigen Hügel, wo die drei Eichen ſtan⸗ den, daß den Mädchen im erſten Augenblick der Gedanke kam, die Freundin rede irre oder lüge ihnen wohl gar ein Märchen vor, um ſie für ihre Neugierde zu ſtrafen. Dennoch gelobten ſie mit einem theuren Eid, den ſie auch treulichſt hielten, der Marillis unverbrüchliches Schweigen und folgten ihr dann gegen Abend zu dem Hü⸗ gel vor's Dorf unter die drei Bäume, wo ſie ſich auf das Geheiß ihrer Führerin ruhig ver⸗ hielten, bis die Sonne durch's Laub auf den Felſen fallen werde, den ſie ihnen als den ſin⸗ genden Stein bezeichnete. Es war der größte von allen, die den Hügel bedeckten; damals umrankte 3 ihn noch, wie die übrigen Steine, grüner Epheu, während im Geklüft zur Seite ein mächtiger dichter Brombeerſtrauch ſich ausbreitete und mit anderm Strauchwerk den nördlichen Theil des Hügels in eine undurchdringliche Wildniß um⸗ ſchuf, dahingegen nach dem Dorfe hin ein be⸗ quemer Pfad auf glattem Raſen zu den Eichen hinanführte.