Sprachlos ſtarrte Eliſabeth ihren Vater an.
Was ſagſt Du? Was weißt Du von Ludwig's El⸗ tern und Herkunft? ſtammelte ſie dann, auf's Tiefſte erſchreckt durch den beſtimmten Ton, wie durch die Si⸗ cherheit in ſeinem ganzen Weſen, womit er ihrem Glücke das Todesurtheil ſprach.
Von ſeinen Eltern weiß ich wenig mehr als Nichts, entgegnete der Alte gemäßigt.— Den Namen ſeines Groß⸗ vaters aber Dir zu ſagen, iſt ganz unmöglich, denn er taugt nicht für das Ohr eines jungen anſtändigen Frauenzimmers.
Er ſprach die letzten Worte mit einer ſo feierlich gedämpften, geheimnißvollen Stimme und der Blick ſeiner ſtarren weitgeöffneten Augen hatte dabei einen ſo ſcheuen Ausdruck, als wenn das Geſpenſt des alten vielverrufenen dämoniſchen Wüſtlings ſelber in Moment leibhaftig vor ihm ſtünde!
Aber dieſer Anblick war es auch, der Eliſabeth's Muth und Hoffnung plötzlich wieder aufrichtete; denn jetzt wußte ſie beſtimmt, daß der Vater wieder einmal, von ſeinem alten dunklen Wahne befangen, irgend einer unheimlichen Idee durch alle Labyrinthe ſeiner fantaſti⸗ ſchen Weltanſchauung, ſein eigner Diabolus, nachging und im ſeltſamen Widerſpruch zu ſeinem ſonſtigen klaren und nüchternen Verſtand von dieſer einen Vorſtellung dergeſtalt eingenommen ſei, daß er zu jedem ſicheren


