Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ter nebſt Milch und Rahm, was wir zu entbehren hätten.

Mein Gott, Vater, was ſoll das Alles? rief Eli⸗ ſabeth, in deren Seele es plötzlich ſeltſam zu tagen begann. Willſt Du eine Continentalſperre en miniature ein⸗ führen? Oder befürchteſt Du den Ausbruch der Cholera? Die Köchin ſagte mir, ſie hätte auf Deinen Befehl alle Fenſterläden parterre ſchließen und die Laterne auf dem Vorplatz anzünden müſſen, auch ſeien beide Hausthüren von Dir verriegelt und die Schlüſſel abgezogen worden?

Ohne ſeinen Blick von ihr zu wenden, bejahte er jede dieſer Fragen mit einem ſtummen Kopfnicken, ſah hierauf lange, wie in ein unbeſtimmtes Hinträumen ver⸗ loren, nach der Zimmerdecke, wobei er die ſchmalen Lip⸗ pen mit den nach unten gezogenen Mundwinkeln feſt zuſammenpreßte und fuhr dann, den Blick wieder auf die ſchöne Tochter heftend, als komme er wie zufällig auf das Thema des vorigen Geſprächs zurück, in dem nämlichen kalt ernſten Tone weiter:

Du mußt Dein Verhältniß zu dieſem Doctor Moſer wieder auflöſen, mein Kind. Ich verkenne nicht, daß er eine angenehme Perſönlichkeit beſitzt und manche blen⸗ dende Eigenſchaften, die noch andere Leute als junge unerfahrene Mädchen, welche keine wachſame Mutter mehr zur Seite haben, für ihn einnehmen könnten. Aber

wie ich ſeit heute nicht blos ſeinen wahren Charakter, D. Müller, der Kloſterhof. I. 16