Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ſondern auch ſeine Antecedentien und ſeine ſonſtigen Ver⸗ hältniſſe kennen lernte, muß ich es für eine wunderbare Fügung Gottes erklären Du weißt, ich brauche die⸗ ſen Ausdruck nicht allzu oft daß meine unſelige Blind⸗ heit in Betreff ſeiner aufhört und ich der Himmel gebe das! noch rechtzeitig vor dieſem gefährlichen Menſchen gewarnt worden bin. Seit wann iſt Dir denn eigentlich die ſonderbare Grille gekommen, Du lieb⸗ teſt den jungen Fant? Fünf junge Damen ſeiner Hei⸗ math haben ſich demſelben Wahne hingegeben und Alle hat er um Lieb' und Treue betrogen!

Wer ſagt das? ſtammelte Eliſabeth und wechſelte die Farbe.

Ein Ehrenmann Einer, der ihn genauer kennt wie Du und ich, erwiederte Herr Felix mit Nachdruck, blickte aber doch voll Mitleid auf ſein Kind. Schon weiß die ganze Stadt um das Unglück, das mein Haus betroffen hat, und mich muß ein wildfremder Mann, den ich nie zuvor im Leben ſah, ein Landsmann dieſes meineidigen Menſchen, davon benachrichtigen.

Nur ein abſcheulicher Verleumder kann Dir ſo Etwas von Moſer hinterbracht haben! ſagte Eliſabeth, die ſich allmälig von ihrem erſten Schrecken wieder erholte und, wenn auch noch mit unſicheren Blicken, doch ſchon um vieles klarer, die Wahrſcheinlichkeit durchſchaute, daß hier entweder irgend ein Mißverſtändniß obwalte, oder