Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Ludwig mit Wärme; und haben wir nicht, Gott ſei Dank, noch einigen Ueberfluß an irdiſchem Gut, der meinem ſüßen Leben geſtattet, nach wie vor den ſchönen Regungen ſeines kindlichen Herzens zu folgen? Wollen ſie uns in die Heimath folgen, ſo käme es erſt noch auf die Probe an, wo ſie ſich mehr behagen würden, ob hier in dieſen vielfach ausgelebten Zuſtänden; ob dort im ſchönen Süddeutſchland mit ſeinen frohſinnigen Men⸗ ſchen, ſeinen einfachen leichten Lebensformen, ſeinen rei⸗ zenden Naturſcenerien.

Du redeſt über dieſen Punkt genau ſo, wie ich's vorher wußte, ſagte Eliſabeth und ſah ihn mit thränen⸗ feuchtem innigen Dankesblick an.— Daß Du in dieſer Stunde unſres ſchönſten Glückes den Meinigen dieſe herzliche Liebe und Theilnahme bezeigſt, ſiehſt Du, Lud⸗ wig, das ſoll zwar bei Dir und mir immer als eine ſelbſtverſtändliche Sache gelten, aber den erſten Kuß, den Dir Dein Schatz von freien Stücken gibt, ſoll Dir darum Deine Herzensgüte doch eintragen.

So groß auch dieſer Lohn war, ihm, wer hätte das denken ſollen, genügte er doch nicht; denn zum er⸗ ſten Kuß„von freien Stücken“ nahm er ſich eigenmäch⸗ tig noch ſo viele weitere Küſſe, daß Eliſabeth Recht hatte, ihn unter ſeinen feurigen Liebkoſungen neckiſch zu fragen, wann er eigentlich abzureiſen gedenke? edenfalls gleich nach der Hochzeit! rief der Ueber⸗