tenden bleichen Greis beide Arme entgegen.— Lisbeth, — o ſieh ſie nur an— ſie hat kein Mitleid mehr mit mir— oder zu viel— zu viel— und Du— auch Du,
Lisbeth! Was bedeutet das Geläute— Lisbeth, um Gotteswillen— Du weinſt ja ohne Thränen— doch Deine Lippen bluten— Lisbeth, ſei doch menſchlich — olo!l mein Gott— das iſt Todtengeläute— man begräbt Jemand— Onkel, lieber Onkel, Gottlob, daß Du zu mir kommſt! rief ſie und ſtreckte dem eben eintre⸗
Onkel— welchen Jammer leſ' ich in Deinen Zügen— das kann nur— Conſtantin gelten— ha! das iſt das Rechte!
Wie ein jäher Strahl zuckte die furchtbare Gewiß⸗ heit über ihr Antlitz— krampfhaft fuhr ſie ſich mit beiden Händen nach dem Herzen, zugleich drang ihr ein heller Blutſtrom aus dem Munde und in einem unbe⸗ ſchreiblich wunderbar lebendigen Aufſchauen der großen herrlichen Angen ſuchte und fand die junge Seele noch unter des Bruders Sterbegeläute den Weg zu beſſe⸗ ren Gefilden.——


