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Faſſung! Faſſung! ſagte der Arzt, indem er ſeine Hand ſanft auf des alten Herrn Schulter legte.— Con⸗ ſtantin's Tod hat neben anderen ungewöhnlichen Um⸗ ſtänden auch noch die eigenthümliche Bedeutung für uns, daß wir ihn mit vollkommen heiterer Gelaſſenheit er⸗ tragen müſſen, wenn wir nicht auf einen doppelten Ver⸗ luſt gefaßt ſein wollen.— Nicht wahr, Eliſabeth, Sie trauen ſich Kraft genug zu, jetzt gleich zu Anna hinunter⸗ zugehen und mit ihr ſo harmlos und unbefangen wie ſeither zu verkehren?— Denn ich wiederhole es noch ein⸗ mal, daß Anna vor den nächſten vierzehn Tagen keinen anderen als hellen und fröhlichen Blicken begegnen darf. Nun, Eliſabeth, zeigen Sie Ihrem Bräutigam, was ein treues ſtandhaftes Fräuengemüth in ſolchen Tagen der Prüfung zu leiſten vermag.
Sie ſah zwar durch Thränen, aber mit ſtrahlendem Blick auf den Geliebten und ſagte entſchloſſen:
Wenn Du Dir das Gleiche zutrauſt, Ludwig, und mit mir zu Anng hinuntergehen willſt, ſo können wir's vielleicht zuſammen durchführen. Ohne Dich aber wär' es mir ganz gewiß unmöglich, denn ſie fragt alle Augen⸗ blicke nach dem Bruder.
Herr Cyprian brach bei dieſen Worten in lautes Weinen aus und rief mit flehender Stimme:
Geht, geht, Kinder, und verſucht's!— Erhaltet mir die letzte Lebensfreude meiner alten Tage, ich will in Geduld


