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Eindruck erholt hatten und wieder zu einer ruhigeren Stimmung zurückkehrten, geſtanden ſich ein, daß in die⸗ ſem Tode eine wahre Genugthuung für ſie Alle liege, da er ihnen Conſtantin's Gedächtniß in reiner, von kei⸗ nem Schatten getrübter Trauer zu ehren und zu be⸗ wahren vergönnte. Denn ſein unerwarteter Heimgang erſchien beinahe wie die von ihm freiwillig gewählte, ſeiner innerſten Denkart entſprechende Sühne für die begangene Schuld, und wenigſtens konnte man mit vol⸗ ler Gewißheit ſagen, daß ihm die unerträgliche Laſt das Herz gebrochen in dem Augenblick, wo vielleicht ein An⸗ derer in völlige Abhängigkeit von einem elenden und verachteten Daſein gerathen und ein Leben um jeden Preis dem Sterben um einen einzigen, den der wiedergewon⸗ nenen Ehre, vorgezogen haben würde.—
Ludwig war es vorbehalten, Herrn Cyprian Franke am nächſten Vormittage die Trauerkunde von ſeines Neffen und Pflegeſohnes raſchem Tode zu iteingen Er fand den alten würdigen Mann von Gattin, Sohn, Eliſabeth und dem Hausarzt umgeben, im Wohnzimmer, auf's Höchſte ergriffen von der erſchütternden Nachricht, die ihm der Letztere ſoeben mitgetheilt hatte.— Als er Ludwig's anſichtig wurde, gieng er mit ausgebreiteten Armen auf ihn zu und drückte ihn, unvermögend ein Wort zu ſprechen, unter leiſem Weinen lange ſtumm an ſein Herz, wobei ſeine Lippen in ſtillem Gebete zitterten.


