Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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er mit dem hellen Accent des Wahnſinns, leerte, ohne daß es Einer verhindern konnte, das Glas mit einem raſchen Zuge, machte dann die Nagelprobe und taumelte mit einem dumpfen Schrei zu Boden. Ein Schlag hatte ihm die linke Seite gelähmt, er röchelte wie ein Sterbender, die fünf Freunde hielten den furchtbarſten Moment ihres Lebens mit der Standhaftigkeit beſonne⸗ ner Männer aus; Tiedemann, der erfahrene Arzt, ver⸗ ſuchte ſogleich alle Mittel ſeiner Kunſt, noch hatte Con⸗ ſtantin ſein volles Bewußtſein, man brachte ihn in das nächſte Zimmer und legte ihn auf ein Bett Senf⸗ teig, warme Fußbäder und ein Aderlaß wurden zugleich angewendet, der Unglückliche wollte noch reden, aber die gelähmte Zunge verſagte den Dienſt, unter vergeblichen Anſtrengungen lallte er es klang wieAnna! Anna! mit verſchlungenen Armen umſtanden die Freunde be⸗ tend das Lager, Tiedemann hielt das Haupt des Ster⸗ benden ſanft im Arme, und eben, da es von dem nahen Dome eilf Uhr ſchlug, ſagte er ruhig, indem er ihn in's Kiſſen zurücklegte:Gute Nacht, armer Conſtantin!