Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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treue Chorus und wie auf ein verabredetes Zeichen er⸗ hoben ſich Alle feierlich von ihren Sitzen; da in dem nämlichen Angenblick fuhr mit einem heftigen Schlag die Thüre auf auf der Schwelle ſtand todtenbleich, in der rothen frieſiſchen Jacke, ohne Kopfbedeckung Der, deſſen Name eben jenen verhängnißvollen Zuſatz erhal⸗ ten hatte Conſtantin, und rief mit furchtbarer Stimme und gräßlich verzerrten Zügen, ſo daß Alle ihn entſetzt anſtarrten:

Haltet ein trinket nicht! Ein Glas her ich ich will den rechten Toaſt ausbringen, und ein Schuft, wer mir nicht nachtrinkt!

Er ſtürzte an den Tiſch, mit zitternder Hand reichte ihm Bardenfleth den gefüllten Kelch, da richtete ſich der Un⸗ glückliche hoch empor, wie ein fahler Wetterſchein zuckte es aus dem kranken Auge, nur die breite Narbe glühte, ſonſt war kein Blutstropfen in ſeinem Geſichte aber mit Einmal verklärten ſich ſeine Züge zu einem wun⸗ derbaren Glanze, er erhob das Glas und ſagte feierlich:

Es lebe der redliche unbekannte Menſch, der mich Schurken entlarvt und des großen Pythagoras Gedächt⸗ niß vor einem Fälſcher geſchützt hat!

Beſtürzt prallten die Freunde zurück, Bardenfleth wollte ihm das Glas vom Munde wegreißen, er aber ſtieß ihn wüthend von ſich:So trink' ich allein meine Schande! Sie lebe ewig in Eurem Gedächtniß! rief