Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Wäre denn der arme Conſtantin ohne dieſen blinden fanatiſchen Trotz, ohne dieſen unbeugſamen Eigenwillen überhaupt der unglückliche Menſch, der er iſt? Lieber, als daß er einem treuen vernünftigen Freundesrath Ge⸗ hör ſchenkt, lieber ſetzt er ſich in der Toga eines altrö⸗ miſchen Senators auf den curuliſchen Stuhl mitten auf den Marktplatz ſeiner Vaterſtadt, läßt ſich von Schu⸗ ſtersbuben am Bart zupfen und von alten Weibern mit Knütteln todtſchlagen! O ich habe heute eine ſchlimme, ſchlimme Vorſtellung von ſeiner Zurechuungsfähigkeit erhalten! Bei ihm ausharren, den Wankenden ſtützen, den Sinkenden aufrichten das iſt Alles, was jetzt noch in unſerer Macht ſteht!

Moſer hat Recht, ſagte der Maler. Conſtantin iſt kein Charakter, der ein ſelbſtverſchuldetes Unglück er⸗ trägt, und nun gar ein ſolch innerlicher moraliſcher Zwie⸗ ſpalt! Wie ich ihn kenne, wär' er über kurz oder lang ſein eigner furchtbarer Ankläger in dieſer traurigen Ge⸗ ſchichte geworden!

So laßt uns treulich bei ihm aushalten! ſprach Bardenfleth bewegt; ſelbſt ſeine Verirrung hat noch etwas Ehrwürdiges für mich, denn ſeine kindliche Nai⸗ vetät geht aus Allem hervor. Er hatte gewiß auch nicht entfernt eine Ahnung von den unſeligen Folgen die⸗ ſer Autorſchaft gehabt, ihn reizte nur die fabelhafte