Handlungsweiſe verdammte, wo er ſo ſchon tollkühn ge⸗ nug des Schickſals Mächte gegen ſich herausgefordert, ſo vieler Menſchen guten Glauben an ſeinen Charakter getäuſcht und ſich mit einem Ruhme bedeckt hatte, den er doch allein dem offenbaren Betrug, der gefälſchten Wiſſenſchaft verdankte!— Nein, nein, nach dieſem neuen Lorbeer griff er nicht; an dieſem Glücke, das ihm wie eine letzte Jronie ſeines Schickſals gegen alle Wahrheit des Lebens, gegen alle Conſequenzen der ſchuldigen That erſchien, brach ſeine Vermeſſenheit, ſein Selbſtvertrauen wie ein ſchwaches Rohr zuſammen— er reſignirte in einem lakoniſchen Brief an den Mini⸗ ſter faſt ohne Dank auf die ihm angebotene ehrenvolle Vocation.— Als Ludwig, der Einzige den Conſtantin im Mitbeſitz dieſes Geheimniſſes wähnte, den geſchehe⸗ nen Schritt erfuhr, war das unglückliche Schreiben ſchon auf dem Wege nach der Nachbarreſidenz, Volkhauſen aber lehnte dem beſtürzten Freunde gegenüber jede wei⸗ tere Erklärung mit der Bemerkung ab, daß er jetzt wiſſe, was er ſich und ſeiner Ehre ſchuldig ſei.
Ludwig war ſprachlos, zum erſtenmal fuhr ihm wie ein Blitz der Schreckensgedanke an die von Conſtantin begangene Schuld durch die Seele; er erinnerte ſich wieder der großen Aufregung, in welcher damals Theo⸗ bald in der Nacht vor ſeiner Abreiſe erſt nach langen Stunden von dem Freunde nach Hauſe zurückgekehrt


