Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Jahrhunderts ſchon einmal verſucht und damals eben ſo ſchmählich entlarvt worden wäre. Der Verfaſſer weißt nicht blos in den Jahreszahlen und ſonſtigen Angaben unſerem Freunde viele grobe Anachronismen nach, ſon⸗ dern auch offenbare Widerſprüche und Irrthümer in der alten Geſchichte, Geographie und Archäologie— kurz, leſtt die infame Kritik ſelber— ich konnte ſie nur mit irren Augen und wirren Sinnen überfliegen!

Eine lange Pauſe entſtand nach dieſer unerwarteten Mittheilung; Einer ſah den Andern ſprachlos an, denn Jeder las in den Mienen des Andern eine Beſtürzung, die noch mehr ausdrückte als bloße Indignation oder Erſchrecken. Zuletzt nahm Doctor Tiedemann das Wort und ſagte mit gepreßter Stimme:

Unſer Freund Dieſer hat Recht, eine ſolche Abſcheu⸗ lichkeit kommt nur in Deutſchland vor, Engländer und Franzoſen würden ſich ſchämen, den jungen literariſchen Ruhm eines Landsmannes ſo ſchmählich vor der Oef⸗ fentlichkeit zu verdächtigen.— Ob wohl Conſtantin ſchon Etwas davon weiß?

Das wäre, wenn jener Rezenſent auch nur in einem Punkte Recht gegen ihn behielte, ſein Untergang für alle Zeit! ſagte Bardenfleth in größter Erregtheit. — Mit dieſem Buche iſt Conſtantin's ganze geiſtige Exi⸗ ſtenz unauflösbar verbunden, wer das Eine vernichtet, zerſtört auch die Andere; bedenkt nur, welche unſägliche

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