Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Mit dieſen Worten ſchloß er ſeinen Sckretär auf und nahm daraus ein prachtvolles neues Etui, das er ihr überreichte, indem er ſie bat, daſſelbe vor ſeinen Augen zu öffnen und ihm zu ſagen, ob die Wahl ſei⸗ nes Geſchenkes auch ihren Beifall fände?— Sie that's und ſtieß zugleich einen Schrei der freudigſten Ueber⸗ raſchung aus beim Anblick des Brautſchmucks ihrer ſe⸗ ligen Mutter, den ſie auf den erſten Blick wieder er⸗ kannte: die nämlichen Juwelen in der nämlichen Faſ⸗ ſung, wie ſie einſt der Vater in den Tagen ſeines Glückes ihrer geliebten Mutter geſchenkt hatte und die derſelbe ſpäter, von der Noth gedrängt, als letzten werth⸗ vollen Gegenſtand ſeines ehemaligen Reichthums an ei⸗ nen Inwelier verkauft hatte.

Seine Verlegenheit muß wohl damals ſehr groß ge⸗ weſen ſein, ſagte Herr Cyprian, ſelber nicht ganz ohne Ver⸗ legenheit.— Durch einen Zufall bekam ich davon Kunde und ſäumte nicht, das auch mir ſo liebe Andenken wie⸗ der einzulöſen, in der Abſicht, es dermaleinſt derjenigen von meines Bruders Töchtern, die ſich zuerſt verheira⸗ then würde, zum Hochzeitgeſchenk zu machen.— Nimm darum dieſe Brillanten an Dich, liebes Kind, und ſchmücke Dich damit an Deinem Ehrentage, wenn Deine Freundinnen Dir den grünen Brautkranz um die Stirne flechten; denn Du wirſt dabei nicht des beſ⸗ ſeren und ſchöneren Schmuckes des Weibes vergeſſen,