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auf den alten Herrn machte, war ein ſo eigenthümlicher, daß Eliſabeth den wahren Grund ſeiner tiefen Bewe⸗ gung erſt erkannte, als er mit bebender Stimme aus⸗ rief:
Iſt's ſo, wie Du ſagſt, dann bleibt mir freilich nichts übrig als zu bekennen, daß ein Menſch, der ſolche Freunde beſitzt, kein böſer Menſch ſein kann!— Ah, das war ſchön von Deinem Bräutigam— das rührt mich— und dem andern Neffen thu' ich hiermit aufrichtig und vor mei⸗ nem Gotte Abbitte wegen meines falſchen Verdachtes— junge Leute— wüßtet Ihr doch, wie Ihr mich froh macht, wie meine Seele freudig mit dem Apoſtel auf⸗ jauchzt:„Hoffnung läßt nicht zu Schanden werden!“
Seine tiefe Bewegung ließ ihn nicht weiter reden, er ſchloß Eliſabeth ſtumm in die Arme und ſagte erſt nach einer Pauſe wie von einer ſchweren Centnerlaſt befreit:
Gottlob! Nun habe auch ich ihm ein Unrecht abzubit⸗ ten!— Dir aber, mein Kind, ſag' ich tauſendmal Dank für Dein treues aufrichtiges Wort von vorhin; denn ich ſpreche jetzt mit dem Apoſtel Paulus:„So gewiß die Wahrheit Chriſti in mir iſt, ſo ſoll mir dieſer Ruhm nicht geſtopfet werden!“— Geh' nun wieder zu Anna hinunter und ſage ihr, ſie ſolle freudig ſein und guten Muthes, bald werde ſich Alles zum Heile wenden, vergiß mir auch bei Leibe die Abrede mit Deinem Bräutigam


