Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ſo fein angelegten Planes auf Anna's Beſitz gebracht habe. Denn anſtatt dieſe endlich, wie er gehofft hatte, in der gänzlich verzweifelten Lage zu ſehen, in der ihr kaum mehr eine andere Wahl übrig blieb, als ſeine großmüthige ſelbſtverleugnende Liebe zu erwiedern und ſich ſo die Verzeihung der Pflegeltern für ihren entſetz⸗ lichen Fehltritt zu gewinnen— anſtatt dieſer für ihn ſchon ſo gut wie gewiſſen Ausſicht ſah er plötzlich das heiß⸗ erſehnte Ziel ſeiner geheimen Wünſche und Berechnun⸗ gen in eine ſo weite Ferne gerückt, daß ſeiner Hoffnung letzter Schimmer erblaßte; denn Herr Cyprian hatte feſt und beſtimmt den Entſchluß ausgeſprochen, Anna ſogleich nach ihrer Geneſung aus dem Hauſe zu thun und ihr in der benachbarten Landſtadt bei einer jungen, ihr be⸗ freundeten Paſtorin, deren Mann nicht einmal der ſtreng⸗ kirchlichen Richtung angehörte, einen angenehmen und ihren Wünſchen vollkommen zuſagenden Aufenthalt zu bereiten.— Im Stillen hegte der alte Herr ſelbſt die Hoffnung, dadurch Conſtantin mittelbar zu veranlaſſen, jene Stadt gleichfalls zu ſeinem künftigen Wohnort zu wählen, und ſo den unglücklichen Neffen, für den ſich immer lauter und mächtiger die alte Liebe wieder in ſeinem Herzen zu regen begann, mit Einmal allen ſeit⸗ herigen mißlichen Umſtänden entriſſen zu ſehen. Dabei

verfolgte er mit Eifer einen Plan, der nicht blos ſeinem

Herzen alle Ehre machte, ſondern auch bewies, daß er end⸗