Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Mann von Theobald's großem Talente, ſelbſt einer ernſt⸗ haften Sache noch eine komiſche Seite abzugewinnen, ſo daß ſeine Bauern von ihm behaupteten, er könne mit dem einen Auge blitzen und mit dem andern ſchmunzeln. — Aber Ludwig brauchte ja auch nicht einmal die ei⸗ gentliche Urſache anzugeben, weßhalb er jene amtlichen Atteſte ſo ſchnell wie möglich zu beſitzen wünſchte; war doch Grund genug hierfür die heiße Ungeduld des ver⸗ liebten Bräutigams, der bald Hochzeit zu machen ge⸗ denkt, was bekanntlich aller Orten ohne gültige Legiti⸗ mationspapiere ſeine Schwierigkeit hat! Mochte daher der ſarkaſtiſche Oberamtmann ſeine Randgloſſen dazu machen, ſo viele er wollte— Eile, dringendſte Eile war und blieb unter allen Umſtänden des Briefes Loſung, und Großväter und Großmütter dieß⸗ und jenſeits des Rheines mußten daher ſo ſchnell als möglich noch ein⸗ mal geboren, noch einmal getraut und begraben werden — Alles dem einzigen theueren Enkel zu Liebe, der ſich anſchickte, gleichfalls ein Großvater zu werden und ſei⸗ ner Enkel künftige Großmutter in Zucht und Ehren heimzuführen als ſein trautes Gemahl auf die Farm der Väter am grünen Neckar— ein umgekehrter Aus⸗ wanderer nach der lieben Heimath!

„Aus meinem eignen germaniſchen Urwald will ich mir dann nach den Flitterwochen den ſchönſten und grünſten Baum ausſuchen und einen neuen Katheder