Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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daraus zimmern laſſen für das alte Jus mit dem durch⸗ löcherten Boden, das nun einmal die Welt nach wie vor regieren zu ſollen ſcheint, trotz aller Schwindelköpfe, Pro⸗ jectenmacher und Phantaſten mit und ohne venia le⸗ gendi!— Ich bin geheilt von vielen meiner Thorheiten und die mir verblieben ſind, ſollen mir ehrwürdig ſein um der Liebe halber, welche ja auch Etwas zu verzeihen haben will; ſonſt aber will ich mein großes Glück für eine unverdiente Gabe von einem mehr als gütigen Him⸗ mel anſehen, der mich das Wahre da finden ließ, wo ich drauf und d'ran war, das Falſche in der Ferne zu ſuchen.“— In dieſem Augenblick ſchlug es acht Uhr.

Wo bleibt Friederike? rief er und fuhr beſtürzt in die Höhe; denn über der langen Epiſtel an den Freund hatte er gänzlich vergeſſen, Eliſabeth's heutigen Brief zu beantworten.

Abſcheulich! Schändlich! rief er und warf Alles auf dem Schreibtiſch durcheinander.— Da wartet mein armer Schatz in ſeiner Noth auf ein Troſtwort von mir und ich fühlloſer Barbar, der ich doch allein die Urſache

ihres Kummers bin, denk' nicht einmal daran, ihr zu.

ſchreiben! Ach, da hör' ich ſchon ihr Mädchen läuten! — Niederträchtiger Menſch, nun ſtehſt Du wieder einmal in Deiner ganzen Erbärmlichkeit vor mir! Was ſoll ich

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