vater, berüchtigten Angedenkens, unter ſeinen ſchönen Zeit⸗ genoſſinen angerichtet hatte.. Ludwig's Entſchluß war ſchnell gefaßt; hier konnte, das ſah er als Juriſt wohl ein, nur durch den Ver⸗ klagten ſelber der Beweis vom Gegentheil beigebracht werden; hier bedurfte es vor Allem amtlich beglaubigter Atteſte, Kirchenbuchauszüge, Geburts⸗, Trauungs⸗ und Todtenſcheine, kurz, des ganzen urkundlichen Apparates von beſchriebenen und beſiegelten Regiſtraturpapieren, den die moderne Geſetzgebung zur Beweisführung einer legitimen Geburt vorſchreibt.— Das Alles aber zu er⸗ reichen, war ohne des Oberamtmanns Beiſtand und Mitwiſſenſchaft rein unmöglich, und ſo koſtete es ihn taum eine Ueberwindung, Jenem endlich ein volles rück⸗ haltloſes Bekenntniß von ſeinem ſeitherigen Leben und Treiben und den ſo weſentlich modificirten Plänen für ſeine Zukunft abzulegen, ſowie ihm über Glück und Ge⸗ ſchick ſeiner jungen Liebe bis auf den gegenwärtigen Moment getreulich Bericht zu erſtatten. Nur die Ge⸗ ſchichte mit Strohmetz wollte er ihm verſchweigen, ſie wäre eine allzuſchreiende Diſſonanz in dem Vollton ſei⸗ nes Glückes geweſen, und ſein ganzes Innere lehnte ſich mächtig dagegen auf; denn lächerlich— das konnte ſich Ludwig nicht verhehlen— über die Maßen lächer⸗ lich war ſeine jetzige Situation, was auch der trockenſte Aktenmenſch herausgefühlt hätte, geſchweige denn ein
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