Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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ſten halben Stunde wieder herunter zu citiren und das nämliche peinliche Verhör von Neuem zu beginnen. Sag' mir um Alles in der Welt, Liebſter, was kann er gegen Deinen Großvater haben?— Haſt Du irgend eine Muthmaßung darüber, ſo gib mir einen Wink, damit ich ihm wenigſtens beweiſen kann, daß ſein hartnäckiges Schweigen über dieſen Punkt mich ebenſowenig an Dir und meiner Liebe irre macht, als die volle Kenntniß dieſer„Mystères de Schwabenheim.“— Auf alle meine Bitten, mir zu ſagen, was es denn eigentlich ſei, was ihn ſo furchtbar gegen Dich aufgebracht habe, gab er mir immer nur die nämliche Antwort: Mein Kind, das kann ich Dir nicht ſagen; oder: Mein Kind, dieſe Geſchichte eignet ſich nicht zur Mittheilung für junge Mäd⸗ chen.“—

Hier konnte Ludwig, wie nah' ihm auch die Noth des geliebten Weſens ging, nicht weiter leſen— eins, zwei, drei Stöße gegen die Innewand ſeines Bruſt⸗ kaſtens— das Blatt entſank ſeinen Händen, und er mußte ſo heftig auflachen, daß ihm das Hirn ſchütterte und ihm die hellen Thränen über die Wangen liefen.— Ja, wäre in dieſem Augenblick der verhaßte Strohmetz in Perſon bei ihm eingetreten, er hätte ihn höchſtens lachend zur Thüre hinauswerfen können; denn nun war ja auf einmal das ganze verhängnißvolle Räthſel gelöſt und wie ein heiterer Satyrkopf ſeiner loſen tollen Ju⸗